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"Öffnen für ein befreites Leben!"

Mit einem verbesserten "Konfliktmanagement" werden Beziehungen sinnhafter, tiefer, leichter und freudvoller!

 

Konflikte

 

Es gibt verschiedene Gründe, warum Beziehungen oft disharmonisch, oberflächlich und schwer sind und scheinbar unlösbare immer wiederkehrende Konflikte die Beziehung zum Scheitern bringen.

...und es gibt wunderbare Möglichkeiten und Wege zu Verbesserung und sogar Umkehrung in mehr Nähe, Liebe und Tiefe, mehr Zusammenhalt und Verbindung!

Hier habe ich zwei Beispiele ausgesucht:

1. RECHT haben gibt es nicht!

Wie oft streiten sich Paare darüber, dass der eine dieses gesagt hat und der andere jenes? Dies dieses so war und das andere so? Wer hat Recht und was ist die Wahrheit?

Diese Sichtweise stelle ich grundsätzlich in Frage, weil meist das Erleben zweier Menschen einer selben Situation unterschiedlich, manchmal sogar gegensätzlich ist und BEIDES RICHTIG ist!

Denn: Es gibt keine Objektivität von Wahrnehmungen!!! Wir sehen und hören zwar dasselbe. Aber das Gehirn verarbeitet das Wahrgenommene mit den Filtern von früheren Erfahrungen, Glaubensätzen, vorgefertigten Meinungen.
Man kann es bildlich so sehen, wie die Vergrößerung eines Fotos in einem Fotolabor. Das Licht, dass durch das Negativ geleitet wird, ist immer dasselbe. Erst das Negativ macht das eigentlich Bild aus, das dann entwickelt wird.
Genauso sehen wir die Wirklichkeit: Das reine Lichtbild, dass von unseren Augen oder die Schwingungen, die von unseren Ohren aufgenommen werden, wird im Gehirn durch ein "Negativ" aus unseren Erinnerungen, Erfahrungen und Glaubensmustern geleitet und erst dann entsteht in uns das fertige Bild oder wahrgenommene Töne / Sprache. Zwei Menschen erleben zwar dasselbe, haben aber völlig unterschiedliche Bilder vom Geschehen, hören etwas anderes, manchmal sogar gegensätzlich!

Sätze wie: "Du hast aber das gesagt" oder "Ich habe es doch genau gesehen" führen oft zu einem schlimmen Steit, machen aber oft keinen Sinn. "Nein, dass habe ich weder gesagt, noch gemeint!" "Doch, ich habe es doch genau gesehen / gehört!" "Du glaubst mir nicht, vertraust mit nicht, ich habe doch Recht!" Und so weiter...

In Wirklichkeit haben beide SUBJEKTIV recht. Wir könnten diese unsinnigen und destruktiven Diskussionen auch beenden. Konstruktiver wären Sichtweisen wie: "Wie hast Du das denn erlebt? Was ist bei Dir angekommen? Was meinst Du denn, was ich gesagt habe? Wie hast Du das denn aufgefasst? usw.... wären viel konstruktiver, denn sie lassen die Möglichkeit zu, dass beide "Recht" haben, so unterschiedlich es auch sein mag. Es gibt kein Richtig oder Falsch in der Wahrnehmung, nur unterschiedliche Auffassungen aufgrund der Subjektivität.

Man könnte sich zusammensetzen und gegenseitig versuchen die unterschiedlichen Auffassungen näher zu bringen und den anderen und dessen "Wahrheit" darüber viel näher kennenzulernen. So kommt man sich näher, hat Verständnis für die Andersartigkeit des Partners. Vielleicht entsteht gerade über das "Missverständnis" ein sich-tiefer-und-näher kommen. Und die Liebe wächst über das Verständnis im Sinne von: "Ah, jetzt verstehe ich, was Du meinst" "Deine Mutter hat früher immer das und das gesagt und Dich damit runtergemacht und das tat weh!" "Deswegen kommt bei Dir schmerzhaft Kritik an, wenn ich einfach nur feststelle, wie ich Dich sehe." "Tut mir leid, das war nicht kritisch gemeint, bei mir kommt immer das und das an, weil ich andere Erfahrungen gemacht habe"

Ich glaube, diese allgemeinen Beispiele zeigen, dass es nur subjektive Wahrnehmungen gibt und sooo viel anders gemeint ist, als es ankommt. Und BEIDE SIND RICHTIG!
Auf die vorgeschlagene Weise kommen wir uns GERADE über die Andersartigkeit der Erlebnisse näher, lernen uns besser kennen und verstehen, auch im Kontext unserer Geschichte. Das bringt Tiefe und eine neue Liebesqualität in die Beziehung und Konflikte werden viel leichter. Ja, ich gehe noch weiter: Konflikte DIENEN der Beziehung und dem gemeinsamen Wachtum!!! Wir geben das Rechthaben auf und werden neugierig auf den anderen und dessen "Wahrheit".

 

Projektionen

2. ICH SEHE MICH IN DIR!

Wenn man das oben genannte Beispiel vom Negativ aus Erfahrungen und Glaubenssätzen zugrunde lebt, erlebt man alles Wahrgenommene teilweise als einen Spiegel von sich selbst. In der Psychologie nennen wir das Projektionen.

Besonders wenn man im Streit bzw. wenn man sich angegriffen fühlt, meint zu sehen, wie der andere ist oder den anderen beurteilt. Zum Beispiel: "Du bist immer so aggressiv!" oder "Du liebst mich doch gar nicht!" - die Projektionen zeigen die eigene Wirklichkeit und Verletzungen aus der Vergangenheit. Über das Beurteilen von anderen kann man sehr viel über sich selbst lernen! - Wenn man das als solchen erkennt -

Meist hat der andere nicht selbst aktiv verletzt oder etwas böses gemeint, sondern "nur" etwas altes schon verletztes in einem ausgelöst. Das in einer Weise, die früheren Erfahrungen ähnelt. Das geschieht über einen sogenannten "Trigger". Das kann der Inhalt des gesagten sein, aber auch der Ton oder die Stimmung, mit der etwas gesagt wird. Das "Negativ" aus Erfahrungen im Gehirn löst alte Kränkungen oder Verletzungen aus der Vergangenheit aus. Man neigt dazu, den anderen dafür verantwortlich zu machen und dem anderen böse Absicht zu unterstellen oder ähnliches. Oft greift man dann aus eigener Sicht gerechtfertigt den anderen "zurück" an.
Der Partner fühlt sich wiederum zu unrecht angegriffen oder beurteilt oder ungerecht behandelt und die Teufelsspirale nimmt seinen Lauf...

Jeder kennt solche Situationen, man steht einem solchen Erleben leider oft machtlos gegenüber. "Aber der andere hat doch... " "was soll ich denn machen, das kann ich doch nicht einfach auf mit sitzen lassen, ich muss mich doch wehren" usw.

Das der Partner es ganz anders gemeint haben könnte, wird in solchen emotionalen Situationen oft gar nicht mehr in Betracht gezogen. Man ist einfach "geladen" und automachtisch mit Abwehr beschäftigt. Es gibt immer drei Arten von Abwehr bei Bedrohung. Das ist instinktiv und automatisch im Menschen verankert:

1. Angriff
2. Weglaufen
3. Erstarren (nicht mehr fühlen)

Von diesen Abwehrmechanismen gibt es viele Spielarten und Mischungen.

Nur: Wie kann man dieser Teufelsspirale entgehen? Wenn die Verletzung aktiv ist, geht meist alles automatisch weiter und man sieht sich in kurzer Zeit einem Scherbenhaufen gegebüber.

WIE KANN MAN DAS STOPPEN?

Diesem Thema habe ich einen großen Teil meiner Trainings gewirdmet, da das soooo wichtig ist!

Hier eine Handlungsanweisung ganz in Kürze:

1. Wenn Du merkst, dass Du innerlich emotional reagierst: INNEHALTEN (damit die Abwehrmechenismen nicht automatisch losgehen).

2. Sich selbst erst mal spüren, den Schmerz im Körper lokalisieren. Feststellen, dass der Partner einen wunden Punkt "erwischt" hat.

3. Den "Finger", der schon auf den anderen zeigt, bewusst zurückziehen.
Stattdessen sich in der Fantasie oder auch real eine oder beide Hände auf die schmerzende, verletzte Stelle im Körper leben. Mitgefühl für sich selbst und den verletzten Anteil haben, sich selbst Liebe und Verständnis schenken.

4. Dadurch passiert innerlich eine "Transformation". Die Situation mit sich selbst und dem Partner wandelt sich. Der Impuls zur Abwehr verschwindet. Man ist erst mal bei sich und kümmert sich um sich selbst (=> Zunahme von Selbstliebe).

5. Der Schmerz ebbt ab, verwandelt sich im besten Fall sogar in etwas liebevolles und man kann sich wieder dem Partner zuwenden und ihn ohne Groll vielleicht sogar am inneren Geschehen teilhaben lassen, davon berichten und austauschen.

6. Dadurch ensteht auch beim auslösenden Partner Mitgefühl. Man zeigt sich in seiner Verletzung ohne Angriff. Vielleicht nimmt man sich JETZT spontan in den Arm. Man hat sich wieder besser und tiefer kennengelernt und kann besser mit sich und dem anderen umgehen. Das schafft viel Mitgefühl, Tiefe und Liebe zueinander.

Die Situation hat sich nicht nur entschärft, sondern zu etwas zugewandtem verwandelt. Eine sonst negativ eskalierende Situation hat zu mehr Liebe und Verbindung geführt.

Das ist eine Anleitung in Kürze und kann natürlich nicht allen Situationen gerecht werden. In meinen Trainings ist es DAS Thema, welches in allen Modulen in unterschiedlicher Weise behandelt und wiederholt wird. Die echte Lebensverbesserung und Erleichterung zeigt sich durch Wiederholung und viel üben, was wir in den Trainings auch in verschiedenen Kontexten und anschaulich tun.

Meine Erfahrung nach mehreren kompletten Trainings, in denen ich Menschen begleitet und unterstürzt habe, ist, dass sich das Leben und die Beziehungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmern und damit die gesamte Lebensqualität auf allen Ebenen enorm verbesser hat.

Haben Dich diese Tipps und Beschreibungen inspiriert? Gibt es noch Themen, die Du für Dich klären und vertiefen willst? Hast Du noch Fragen dazu?
Schreibe mir hier einen Kommentar,
ich werde Dir antworten und evtl. auch Frage und Antwort hier (natürlich anonym) veröffentlichen:

 
 
 
   

 

Herzlich Grüße von

DGfS Systemaufsteller


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